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Musik für die Kleinsten

Rund 15 Millionen Kinder kommen weltweit jährlich als Frühgeborene zur Welt. Trotz der Intensivbetreuung leiden sie oft lebenslang an gesundheitlichen Auswirkungen. Die Trennung von der Mutter ist eine traumatische Erfahrung. So sind Frühgeborene oft in ihrer Gehirnentwicklung beeinträchtigt und leiden später an Lernschwierigkeiten, Sprachstörungen und Depressionen. 


Bis heute gibt es wenig Ansätze, die Hirnentwicklung von Frühgeborenen zu schützen. Eine Ausnahme bildet die Kreative Musiktherapie.

Noch gibt es nur wenige Studien, welche die Wirkung von Musiktherapie bei Frühgeborenen untersuchen. Die bisherigen Resultate zeigen aber klar: Musik beruhigt die Säuglinge, vermag verschiedene Hirnareale zu aktivieren und die Verbindung neuronaler Netzwerke zu stärken. Friederike Haslbeck ist eine der Pionierinnen der Musiktherapie für Frühgeborene. In einer Studie unter ihrer Leitung soll die Wirkung jetzt erstmals international vergleichend untersucht werden. «Fallen die Resultate positiv aus, wird dies dazu beitragen, die Musiktherapie in der Neonatologie als Standardtherapie zu etablieren», sagt Haslbeck.

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